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Ausstellung in Lehnitz vom 24.10. bis 01.11.2009:

Quelle: Märkische Allgemeine, Neue Oranienburger Zeitung, 26.10.2009 (wörtlich zitiert)

Im Miniwunderland von Lok und Wagen Hobby MODELLBAHNausstellung im Kulturhaus in Lehnitz /
Teil zwei am kommenden Wochenende

Dampfrösser schnaubten wie in alten Zeiten, ICE-Züge glitten sanft über die Gleise, vollbeladene Güterwaggons verließen ein Industriegelände. Das alles auf wenigen Quadratmetern. In Lehnitz war MODELLBAHNausstellung.

Von Helga Gerth

LEHNITZ Die meisten Besucher sind Männer, die sich beim Anblick der Eisenbahn im Miniformat in ihre Kindheit zurückversetzt fühlen. Modelleisenbahn, da lacht das Herz der „erwachsenen Kinder“. Nicht anders am Wochenende im Kulturhaus in Lehnitz, als der Modelleisenbahnclub (MEC) Oranienburg 1964 seine Bahnen ausstellte.
Dabei entpuppten sich diese beiden Tage nicht nur als Highlight der MODELLBAHNfans der Region, sondern auch für die Vereinsmitglieder. „Bei den wöchentlichen Treffpunkten wird vor allem gebastelt, getüftelt, gebaut oder repariert“, berichtet Vereinsvorsitzender Klaus Jakob. Und dann sei es natürlich auch mal schön, „nur zu fahren“, meint der Löwenberger, der sein Herz bereits mit sechs Jahren an die MODELLBAHN (Spur TT) verloren hatte und später auch seinen Sohn infizieren konnte. Kassenwart Steffen Axel hatte zwischenzeitlich aus Arbeitsgründen mal eine „MODELLBAHNpause“ eingelegt. Doch vor zehn Jahren hatte es den heute 53-Jährigen wieder voll „erwischt“.
Da ging es ihm wie vielen anderen. Oft bricht sich das Modelleisenbahnfieber wieder Bahn, wenn die Kinder aus dem Haus sind oder das Arbeitsleben beendet ist. Die Neuzugänge im MEC sind deshalb meist jenseits der 50.
Wie viele Vereine haben es auch die Modelleisenbahner schwer, Kinder für diese Freizeitbeschäftigung zu begeistern. Dabei hat heute auch bei den MODELLBAHNern längst die Computertechnik Einzug gehalten und der alte Trafo zumeist ausgedient.
Mit Melanie Keber hat die Dallgower Gruppe des MEC im März dieses Jahres einen jugendlichen Neuzugang erfahren und noch dazu einen weiblichen. Eine Zugbekanntschaft hat die 20-Jährige zu den MODELLBAHNern gelockt, bei denen sie sich sehr wohlfühlt. Am Wochenende erlebte sie in Lehnitz die erste Ausstellung.
Die MEC-Mitglieder hängen an all ihren Clubanlagen, weshalb sie keine besonders hervorheben möchten. So warten die Dallgower mit einer imposanten Anlage (H0) nach dem Vorbild des Falkenhagener Kreuzes auf. Modernste Steuerungstechnik können Eisenbahnfreaks bei der TT-Anlage „Heinzberg“ und „Krökelsdorf“ erleben. Als MODELLBAHN- und Zirkusfreund zugleich entpuppt sich Paul-Heinz Friedrich aus Leverkusen, Mitglied des MEC und bei allen Ausstellungsterminen des Vereins mit von der Partie. Einen großen Teil seiner Anlage nimmt der Nachbau des Zeltes von Zirkus Sarrasani aus dem Jahre 1956 ein, das damals sage und schreibe 4000 Zirkusfans Platz geboten hatte. Auf einer Kinderanlage können Mädchen und Jungen Lokführer spielen. Das Besondere an der Gartenbahn ist die alte Dampflok, die schnaubend ihre Runden dreht.
Wer genau hinschaut, dem bleibt nicht verborgen, dass Modelleisenbahnen stärker als früher von der Detailtreue leben. Da brennt sogar am Fahrrad das Licht, gehen Zugtüren automatisch auf, und Häusern eines alten Stadtteils sieht man die Jahre an.

Foto des Oranienburger Kurier von der Anlage Falkenhagener Kreuz anläßlich der Ausstellung in Lehnitz im Oktober 2009

26.10.2009 Im Miniwunderland von Lok und Wagen Hobby MODELLBAHNausstellung im Kulturhaus in LEHNITZ / Teil zwei am kommenden Wochenende
Dampfrösser schnaubten wie in alten Zeiten,
ICE-Züge glitten sanft über die Gleise, vollbeladene Güterwaggons verließen ein Industriegelände.

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